Futtermittel

Raufutter

Das Raufutter bildet das Gerüst in der Rationsgestaltung für das Pferd. Sein Gehalt an verschiedenen Nährstoffen entscheidet darüber, wie die übrige Futterration aufgebaut werden muss. Somit ist es wichtig, die Zusammensetzung des Raufutters zu kennen. Deshalb sollte man es immer analysieren lassen – oder sein Raufutter von einem Lieferanten kaufen, der das Analyseergebnis für das gelieferte Futter vorweisen kann. Es ist zusätzlich sinnvoll, eine neue Analyse machen zu lassen, sobald man beginnt, mit Raufutter aus einer neuen Partie zu füttern, auch wenn dies vom selben Lieferanten wie zuvor kommt. Die Werte des Raufutters von unterschiedlichen Weiden können sich beträchtlich unterscheiden, und dies vor allem abhängig vom unterschiedlichen Erntezeitpunkt. Man kann deshalb nicht davon ausgehen, dass ein Raufutter „normale Werte“ hat.

Es gibt eigentlich nur grobe Richtwerte für das, was ein gutes Raufutter für Pferde ausmacht. Der Bedarf bei unterschiedlichen Pferden schwankt, und das bedeutet, dass das selbe Raufutter nicht für alle Arten von Pferden gleichermaßen gut geeignet ist. Trächtige/laktierende Stuten und wachsende Jungpferde benötigen z. B. ein Raufutter, das reich an Protein und Energie ist, während ganz ausgewachsene Turnierpferde vor allem ein energiereiches Raufutter verlangen. Vor dem Futtereinkauf sollten Sie sich deshalb klarmachen, welche Werte Sie haben wollen. KRAFFTs Futterberater können Ihnen bei dieser Art von Bedarfsanalyse helfen und Ihnen dann Richtlinien für die Werte geben, die Sie verlangen sollten.

Denken Sie auch daran, dass Weidegras, Luzerne und Stroh auch als Raufutter gelten.

Wasser
k9

Wasser sollte ausnahmslos als ein Futtermittel angesehen werden, und das Wasser, das Pferden gegeben wird, muss immer den Anforderungen entsprechen, die daran gestellt werden, dass es als Trinkwasser für Menschen geeignet ist. Das Wasser übernimmt einige wichtige Transportfunktionen im Körper. Es versieht die Zellen mit Nährstoffen, schwemmt Abbauprodukte weg und transportiert lebenspendenden Sauerstoff in verschiedene Teile des Körpergewebes.

Im Frühling werden die Tage zunehmend wärmer und es passiert leicht, dass unsere Pferde nicht die Menge trinken, die sie benötigen. Wenn Sie eine Tränke verwenden, ist es wichtig, deren Durchfluss zu kontrollieren. Ein guter Durchfluss liefert mindestens 8 Liter Wasser/Minute. Füllen Sie die Tränke voll, stellen Sie einen Eimer unter die Tränke, und drücken Sie dann 1 Minute lang Wasser heraus. Messen Sie, wie viel Wasser nach Ablauf der Zeit in den Eimer gelangt ist, dies sollten mindestens 8 Liter sein.

Es ist wichtig, dass alle Pferde auf der Weide Zugang zu Wasser haben, und nicht nur in ihrer Box, ganz gleich zu welcher Jahreszeit!

Wie viel sollte ein Pferd also trinken? Das variiert natürlich abhängig davon, wie aktiv Ihr Pferd ist sowie davon, wieviel es wiegt. Eine einfache Tabelle, die Sie verwenden können, um zu sehen, wie viel speziell Ihr Pferd trinken sollte, sehen Sie hier:

 

Erhaltungsbedarf – 5 Liter pro 100 kg Körpergewicht

Leichte bis mittelschwere Arbeit – 7 Liter pro 100 kg Körpergewicht

Schwere Arbeit – 10-15 Liter pro 100 kg Körpergewicht

Laktierende Stuten – 8-10 Liter pro 100 kg Körpergewicht

 

Jedes Pferd ist natürlich ein anderes Individuum und genauso wie bei uns Menschen können manche besser trinken als andere. Wenn Ihr Pferd etwas weniger trinkt, als was es am Tag soll, sich aber weiterhin normal verhält, brauchen Sie sich nicht zu beunruhigen.

 

Die Zufuhr von Salz über den Salzleckstein hinaus steigert häufig den Wasserkonsum des Pferdes. Ein weiterer Tipp, falls Sie feststellen, dass Ihr Pferd zu schlecht trinkt, ist, KRAFFT SENSITIVE MASH in einen großen Teil des Wassers zu mischen. Auf diese Weise können Sie dem Wasser „Geschmack“ verleihen, und zugleich eine gewisse Zufuhr gewährleisten. Beispielsweise können Sie 0,25 kg KRAFFT SENSITIVE MASH und 5 Liter Wasser geben, verringern oder erhöhen Sie die Wassermenge nach Geschmack des Pferdes.

Ergänzungsfutter

Der grundlegende Ernährungsbedarf des Pferds sollte über das Raufutter gedeckt werden. Kraftfutter ist eine Ergänzung, die durch die Nutzung des Pferdes im Dienste des Menschen erforderlich geworden ist. Wir verlangen Leistungen, die Weide oder Raufutter nicht immer abdecken können, außerdem ist die natürliche Vegetationsperiode in unseren Breitengraden kurz. Die Grundidee bei Kraftfutter ist, die Nährstoffe zuzuführen, die in konzentrierter Form ergänzt werden müssen. Es kann z. B. schwierig sein, den gesamten Energiebedarf eines hart arbeitenden Pferdes allein durch Raufutter abzudecken.

Lagerung von Futter
k10

Kraftfutter sollte sorgfältig verschlossen und trocken gelagert werden. Es sollte vor direkter Sonneneinstrahlung und stärkeren Temperaturschwankungen geschützt werden. Der Stall selbst ist kein geeignetes Lagerumfeld, weil die Temperatur schwankt und die Luft im Allgemeinen einiges an Feuchtigkeit enthält. Auch wenn die Lagerung in einem abgedeckten Futterwagen erfolgt, sollte dieser zwischen der Fütterung in einem trockenen Raum mit gleichmäßiger Temperatur abgestellt sein. Wenn das Zerkleinern oder Schneiden des Futters vor Ort erfolgt, sollte dieser Prozess wegen des dadurch entstehenden Staubs vom eigentlichen Stall getrennt erfolgen. Futter in Säcken sollte immer in einem trockenen Raum im Haus gelagert werden. Nicht immer reicht es, dass die Lagerung unter Dach erfolgt. In einem Raum mit häufigen Temperaturwechseln kann das Futter durch das entstehende Kondenswasser Feuchtigkeitsschäden erleiden. Ein Schuppen mit Blechdach kann sich z. B. im Laufe des Tages durch das Sonnenlicht stark erhitzen, während er in den Nachtstunden nicht gegen Kälte schützt. Die Gefahr von Kondenswasserbildung im Futter ist deshalb zu bestimmten Zeiten des Jahres sehr hoch. Des Weiteren sollten die Säcke niemals so gelagert werden, dass sie in direkten Kontakt mit einem Betonboden kommen. In Räumen mit einem solchen Boden sollte man die Säcke auf Paletten oder anderes belüftendes Material stellen.

 

Der für die Lagerung von Heu genutzte Raum muss trocken, gut belüftet und dunkel sein. Genauso wie bei Kraftfutter muss er vor Temperaturschwankungen, die Kondenswasserbildung verursachen können, geschützt sein. Es gibt spezielle Abdeckvliese, um Trockenheu abzudecken, alternativ ist es ein Tipp, die Strohballen Schicht für Schicht zu verbrauchen, um so die Ballen zu verbrauchen, die zuerst Feuchtigkeit anziehen. In Plastik eingewickeltes Raufutter sollte an einem Ort gelagert werden, an dem das Plastik nicht zerstört wird und keine Tiere das Plastik durchbrechen können. Genauso wie sonstiges Futter sollte es vor Sonne geschützt aufbewahrt werden.